„Politik mit sozialer Verantwortung“?

In der Ausgabe 7 der Wiener Bezirkszeitung vom 2.4.2008
schreibt unser Herr BGM Dr. Michael Häupl auf Seite 2
von einer „Politik der sozialen Verantwortung“,
indem er die Einführung des Mobilpasses ach so lobend erwähnt.
Ich zitiere wortwörtlich:

„Für Sozialhilfebezieher und Mindestpensionisten bedeutet dieser Pass
leistbare Tarife in den öffentlichen Verkehrsmitteln
und ermäßigten Eintritt in Bädern und städtischen Büchereien.
Rund 100.000 Wienerinnen und Wiener haben Anspruch auf den Mobilpass“

Na endlich jemand der sich traut, die Wahrheit zu sagen.
Dafür danken wir Ihnen Herr Bürgermeister:

Wir danken Ihnen aus ganzem Herzen, dass Sie zugeben,
dass sich 100.000 Wienerinnen und Wiener die Tarife in den
öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr leisten können!

Wir danken Ihnen aus ganzem Herzen, dass Sie endlich zugeben,
dass 100.000 Wienerinnen und Wiener ganz offensichtlich
mehr als an der Armutsgrenze leben!

Wir danken Ihnen aus ganzem Herzen, dass Sie endlich zugeben,
dass die bisherige Politik Ihrer Regierung gänzlich versagt hat:
wie sonst kann es sein, dass sich diese Anzahl an Bürgerinnen und Bürger
die Tarife der Verkehrsmitteln nicht mehr leisten kann?

Wir danken Ihnen aus ganzem Herzen, dass Sie endlich zugeben,
dass im Zuge der Tarifanpassung diese 100.000 Wienerinnen und Wiener
einfach vernachlässigt wurden!

Wir danken Ihnen auch dafür, dass Sie zugeben,
dass bis zum 1. April der „sozialen Verantwortung“ der Wiener SPÖ
andere Projekte wichtiger waren, als diese 100.000 Wienerinnen und Wiener.

Und wenn Sie sich nun unserer 100%igen Dankbarkeit
absolut sicher sein wollen, sehr geehrter Herr Bürgermeister,
beantworten Sie uns eine letzte,
den oben angeführten Umständen nach wohl berechtigte Frage:

Wann treten Sie uns Ihr Team endlich zurück
und machen den Platz frei für jemanden
mit wirklicher sozialer Kompetenz?


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Ein Kommentar zu “„Politik mit sozialer Verantwortung“?

  • 13. April 2008, 10:06 Uhr
    Permalink

    Ja super, das sind endlich mal Zahlen, 100.000 Wiener leben
    in bzw. an der Armutsgrenze.Das ist doch was, überhaupt bei diesen Lebensmittelpreisen.
    Das einen Politiker ein Apfel zu teuer ist, glaube ich nicht.
    Aber Menschen Die sich das tägliche Leben nicht mehr leisten können,
    interessiert keinen!
    Aber dieser Pass-super endlich haben wir hier eine Zahl
    100.000 Menschen
    ich fasse es nicht,…
    LG

    Antworten

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