Meinung: Fall Kampusch

Vorweg: es handelt sich beim nachfolgenden
um meine ureigenste Meinung,
ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Verständnis von dritter Seite:

1. Ich glaube, dass die ganze Sache möglicherweise ein eskalierter
etwaiger Sorgerechtsstreit, der sich in eine Spirale bewegt hat,
die anfangs nicht vorzusehen war. Also hat man an der Behebung
des Schadens auch nicht wirklich Interesse gehabt.

2. Die ganze Kampusch-Story, von wegen starker Charakter
und so ist eine reine Hollywooddarstellung:
kein Mensch mit halbwegs gesundem Verstand
wird im Entferntesten glauben, dass sie zwar artig zum Schilaufen mitgeht,
aber keine Fluchtmöglichkeit sehen würde?
Sie durfte in den Garten, konnte jedoch nicht die Nachbarn alarmieren?
HÄ?. Sehr lasch die Story.

3. Jemand wie der Prikopil soll in der Lage sein,
acht Jahre lang VOR ALLEN die Anwesenheit der kleinen Natascha
zu verheimlichen und bringt dafür irrsinnige kriminelle Energie auf –
er hat jedoch für den Fall des Falles keinen „Plan B“
und stürzt sich vor die S-bahn? Auch sehr lasch.

4. Jedesmal wenn es still wird um Frau Kampusch,
bewegt sie sich selbst in die Medien –
ist das als die zu erwartende „Ruhe“ zu verstehen?

5. Zu allem Überfluß wird sie jetzt noch
(weil sie sich ja so vor der Öffentlichkeit fürchtet)
Moderatorin auf einem viertklassigen Fernsehsender?

6. Frau Kampusch hat mit dem Mitleidseffekt
mehrere Millionen Euro Spenden seitens der ÖsterreicherInnen erhalten.
Damit sollte (lt. ihrer Aussage) ein Frauenprojekt initiiert werden.
Was ist aus dem geworden?
Vermutlich ist es so geheim, dass nicht einmal die Initiatorin was davon weiß.

7. Egal wen ich in meinem (relativ umfangreichen) Bekanntenkreis frage:
kein Schwein interessiert sich für Frau Kampusch:
ist es also das Interesse der „Öffentlichkeit“,
einiger Journalisten oder deren ureigenstes Interesse,
immer wieder in die Öffentlichkeit zu drängen?

Als Kind konnte sie absolut nicht dagegen machen, was mit ihr passierte.
Das war sicherlich nicht ihre Entscheidung oder ihr Wunsch!
Heute jedoch erscheinen viele (fast alle) Vorgehensweisen berechnend,
mitleid- und geldheischend –
und das empfinde ich, bei sonstigem Verständnis, als verwerflich!


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2 Gedanken zu „Meinung: Fall Kampusch

  • 6. März 2008 um 01:52
    Permalink

    also eine meinung die man sicher nicht so oft liest, aber sicher eine die sich viel denken.
    ein grosses lob an die offene meinung!

    Antwort
  • 6. März 2008 um 09:13
    Permalink

    Es ist so, dass manche Menschen Ihre Meinung aussprechen!
    Leider viel zuwenige!
    Keiner getraut sich irgendwas zu sagen in der Öffentlichkeit,
    aus Angst er könnte irgendwo anecken.
    Denn so bald eine richtige Meinung da ist wird sie sofort kaschiert und schön geredet.
    So ist das mit der Meinungsfreiheit!
    Oder täusche ich mich da?
    LG

    Antwort

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