Karenzzeit: Ist das noch gerecht?

Ich erzähl euch jetzt eine Geschichte, die ich selber grade erlebe.
Ich bin gerade noch bis mitte März in Karenz,
habe aber seit 11.12. wieder begonnen nebenbei
geringfügig für 10 Stunden in der Woche zu arbeiten.

Habe aber gleichzeitig erfahren, dass ich wieder schwanger bin.
Das ganze hat sich jetzt überschnitten, irgendwie blöd.

Weil ich wissen wollte wie das dann läuft,
weil ich ab März wieder Vollzeit arbeiten müsste
und bis zum neuen gesetzlichen Mutterschutz dann noch 2 Monate wären,
rief ich bei der AK-Wien an um mich zu informieren.

Und das ist jetzt echt der Hammer!
Dort riet man mir, ich solle mich sofort bzw bis spätestens Februar nächsten Jahres
(also noch während der jetzigen Karenz) freistellen lassen, da ich so am besten aussteige!

Ich hätte sonst bis zum Mutterschutz entweder Vollzeit
oder mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten müssen,
weil ich mit den geringfügigen 10 Stunden nur Unfallversichert wäre
und müsste mich zusätzlich noch Krankenversichern
und mit einem monatlichen Betrag von 50-60€ rechnen!
Ansonsten hätte ich keinen Anspruch auf die sogenannte Wochenhilfe,
die man im Mutterschutz und 8 Wochen nach der Geburt bekommt!

Jetzt kann ich bis Februar arbeiten gehen und mich dann sofort freistellen lassen,
sofern ich das öffentlich so behaupten darf, weil ich sonst mehr verliere als gewinne.

Meine Frage ist jetzt: Ist das noch gerecht?
Da will man sich was dazuverdienen und bekommt aber,
in meinem besonderen Fall,
null Unterstützung und ist gezwungen den Staat zu beschwindeln,
damit man einigermaßen um die Runden kommt.
Und da wundert sich der Vater Staat dass wir so wenig Kinder haben!

Artikelvorschlag Jenny


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Gertrude

Kaum hätte ich mir das Träumen lassen - Ich kann es kaum fassen! ...

19 Kommentare zu “Karenzzeit: Ist das noch gerecht?

  • 17. Dezember 2010, 15:42 Uhr
    Permalink

    Christl du hast recht, schließe mich deiner Meinung an,…

    Antworten
  • 18. Dezember 2010, 00:20 Uhr
    Permalink

    Das Problem dabei ist, dass alle, die geringfügig beschäftigt sind, für diese Beschäftigung eben nur Unfallversichert sind, aber NICHT krankenversichert.
    Im Falle von jenny ist sie wegen der Karenz Krankenversichert, wobei die Krankenversicherung eben mit ende der Karenzzeit wegfällt.

    Antworten
  • 18. Dezember 2010, 10:38 Uhr
    Permalink

    Danke PC für deine Erklärung!
    Im Tschungel der Gesetzte kennt sich ja keiner aus!

    Antworten

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