Versprochen und gebrochen Letzter Teil?

Sicher ist: Lügen haben kurze Beine!

Ich habe in den vergangenen Tagen nur drei der uns im Zuge des EU-Beitritts
aufgetischten Lügen behandelt. Dieser war insofern interessant,
weil hier in einer bis dato noch nie da gewesenen Einigkeit ALLE Parteien
nur ihren eigenen Vorteil, und nicht den der Wählerinnen und Wähler,
an den Tag legten und lebten!

Wenn man hier von „uns wird es besser gehen“ oder „wir werden davon profitieren“
sprach, so war keinesfalls das österreichische Volk sondern die Politiker gemeint.
Wir hätten halt zwischen den Zeilen hören müssen…

In Kürze werden uns genau dieselben wieder von diversen Plakaten angrinsen
und wieder einmal alles Mögliche versprechen – nur um das einzige,
was uns (noch) verblieben ist zu erlangen: unsere Stimme.

Einmal in vier- Entschuldigung zwischenzeitlich fünf – Jahren werden wir als Quotenvieh und um der Weltöffentlichkeit eine funktionierende Demokratie vorzugaukeln, benötigt. Dazwischen sind wir, rechtsstaatlich gesehen, sinn- und nutzlos.

Die Liste der Lügen und Verfehlungen ließe sich nahezu unendlich erweitern – aber macht es wirklich Sinn? Am Wahltag werden wir uns nicht die Frage stellen: was ist gut für uns, was ist gut für Österreich – unsere Frage wird, so wie in den Jahren davor lauten: was ist das kleinere Übel?

Aber gibt es das kleinere Übel wirklich? Diejenigen, die momentan in der Regierung oder Opposition sind, unabhängig von deren Farbe, Gesinnung oder Vertreter: die sind in meinen Augen nicht das kleiner Übel – die sind allesamt, wie sie da sitzen und unser hart verdientes Geld in Ihre Säcke stopfen, einfach nur „das Übel“.

Das in unseren Köpfen verankerte Denkmuster („aber sie haben ja auch gutes bewirkt“), die uns über die Medien transportierten „Erfolge„, unsere Wille glauben zu wollen, hindert uns oftmals daran,
die rosarote Brille abzusetzen und der Realität ins Auge zu blicken.

Jedesmal, wenn wir unser „Ja“ abgeben, sagen wir auch:

„Gut gemacht, belügt uns weiter. Macht weiter mit uns, was immer ihr wollt. Wir stellen euch nicht in Frage. Wir werden zwar etwas raunzen, aber macht euch ganz einfach keine Gedanken darüber – das gehört ja zur österreichischen Mentalität. Wir sind zu einfach, um die übergeordneten Interessen zu verstehen. Wir haben einfach zu wenig Hirn, um die globalen und gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse zu verstehen. Deswegen sind wir dankbar, euch zu haben. Ihr erklärt uns, „wie der Hase läuft“, ihr versteht die Dinge, die ihr tut. Ihr wisst, was für uns gut ist, ihr wisst was für Österreich (solange es dieses noch gibt) gut ist. Davon haben wir allesamt keine Ahnung. Deswegen sind wir ja auch froh, dass ihr uns im Zuge eurer Wahlwerbung Kugelschreiber schenkt – wir sind einfach zu dumm, einen fürs Kreuzerl zu finden. Es macht ja auch nichts, dass wir dieses „Geschenk“ durch die Parteienförderung eigentlich selbst bezahlen. Wir freuen uns halt ganz einfach. Und weil ihr uns damit glücklich macht, sind wir euch sooo dankbar und sagen: gut gemacht, macht weiter so…“


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