Geisel sein ist teuer

Teure Geiselnahme

Berlin – Ehemalige Geiseln müssen laut einem Gerichtsurteil unter Umständen für Kosten aufkommen, die dem Auswärtigen Amt bei ihrer Befreiung entstehen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg wies mit dieser Entscheidung am Donnerstag die Klage einer Bremerin ab,
die 2003 in Kolumbien entführt worden war.

Geiselnahmen haben doch meistens den Hintergrund das man entweder ein Lösegeld erzwingen will oder jemanden freipressen will.Ganz gleich welcher Hintergrund vorliegt, es ist für die Geisel definitiv eine Notsituation die u.U. auch das Leben kosten kann.

Wie z.B. in einem Fall der im Jahre 2003 in Kolumbien passierte.

Die Frau aus Deutschland war im September 2003 mit sieben weiteren Trekking-Touristen aus Israel, Großbritannien und Spanien in Gefangenschaft kolumbianischer Rebellen geraten. Nach 74 Tagen Geiselhaft wurde sie zusammen mit einem Spanier im Hubschrauber zunächst nach Valledupar am Rand des Dschungels und von dort weiter in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá gebracht. Von dort konnte sie mit ihrem regulären Flugticket zurück nach Deutschland fliegen. Nun wird die Frau vom Auswärtigen Amt kräftig zur Kasse gebeten.

Der Hubschraubereinsatz der die Geiseln zum regulären Flughafen flog soll für die Deutsche sage und schreibe 12.640 Euro kosten.

Das Auswärtige Amt stützt sich dabei auf das Konsulargesetz.
Demnach sollen die Botschaften und Konsulate deutschen Bürgern helfen die im Ausland in Not geraten sind.
Die Empfänger der Hilfeleistung jedoch sind laut den oben genannten Gesetzen dazu verpflichtet Kosten für Transport und andere Maßnahmen selbst zu tragen.

Jetzt stellt sich doch Frage; „Was ist denn, wenn ein Militäreinsatz erforderlich ist um Geiseln zu befreien. Bei solch einem Einsatz werden auch Fahrzeuge oder gar Hubschrauber verwendet. Menschenleben sind in Gefahr. Muss die Geisel am Ende auch für Menschenverluste gerade stehen?

Sollte man vor Antritt einer Reise nicht besser Vorsorge treffen? Vorher mit einer Bank sprechen?

Es war schon immer etwas teurer was Außergewöhnliches zu sein. Eine Geisel zu sein gehört wohl auch dazu.


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2 Kommentare zu “Geisel sein ist teuer

  • 22. Februar 2008, 14:37 Uhr
    Permalink

    Wirklich extrem unnötig. Ich kann eine solche Rechtssprechung schon verstehen, wenn Landleute meinen in gefährdete Gebiete reisen zu müssen, obwohl es da spezielle Warnungen vom Auswärtien Amt gibt. Das ist dann fahrlässig und wenn ich mich freiwillig in das Risiko begebe, dann kann ich auch für eine eventuelle Befreiung gerade stehen. Ist ja auch mit anderen Versicherungen so – bei Fahrlässigkeit hört so mancher Versicherungsschutz auf!

    Gruß,
    Jens

    Antworten
  • 22. Februar 2008, 15:54 Uhr
    Permalink

    Wenn ich in so ein Land reise, muss ich doch eine Zusatzversicherung abschließen, dass ist meine Meinung dazu!
    Völlig richtig das, da Geld verlangt wird.
    LG

    Antworten

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